Der Wohngebäudeversicherung Rechner berechnet den Versicherungswert Ihres Hauses nach dem in Deutschland üblichen Wert 1914 und dem jährlich angepassten gleitenden Neuwertfaktor – und schätzt daraus den Jahresbeitrag. Die Wohngebäudeversicherung ersetzt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel und ist für Hauseigentümer die wichtigste Sachversicherung. Dieser Wohngebäudeversicherung Rechner 2026 hilft, Unterversicherung zu vermeiden, indem er den korrekten Versicherungswert und eine realistische Beitragsspanne ermittelt.
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst – nicht den Hausrat – gegen die großen Sachrisiken. Standardmäßig versichert sind drei bis vier Gefahrengruppen: Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion), Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden), Sturm und Hagel (ab Windstärke 8) sowie häufig optional weitere Elementargefahren wie Überschwemmung und Starkregen. Versichert sind das Gebäude, fest verbundene Bestandteile wie Heizung, Sanitär und Einbauküche sowie oft Garagen und Nebengebäude. Für Hauseigentümer ist sie faktisch unverzichtbar – Banken verlangen sie bei einer Baufinanzierung regelmäßig als Sicherheit.
Damit der Schutz immer auf Neuwertniveau bleibt, arbeiten deutsche Wohngebäudeversicherer mit dem Wert 1914. Das ist ein fiktiver Baukostenwert in Goldmark des Jahres 1914 – ein stabiler Referenzwert, der die individuellen Baupreis-Schwankungen herausrechnet. Der tatsächliche Versicherungswert ergibt sich, indem der Wert 1914 mit dem gleitenden Neuwertfaktor multipliziert wird, der jährlich anhand des Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes und des Tariflohnindex angepasst wird. Für 2026 liegt dieser Faktor bei rund 23–24. Dadurch steigt die Versicherungssumme automatisch mit den Baukosten, und Sie sind dauerhaft vor Unterversicherung geschützt. Der Rechner rechnet den Wert 1914 mit dem Faktor in den heutigen Neuwert um.
Der Beitrag hängt von Versicherungswert, Bauart, Lage, Selbstbeteiligung und vom gewählten Elementarschutz ab. Häuser in Hochwasser- oder Starkregenrisikogebieten zahlen für den Elementarbaustein deutlich mehr. Typische Jahresbeiträge liegen zwischen 200 € und 800 €; in stark gefährdeten Lagen auch darüber. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar.
| Haustyp | ohne Elementar | mit Elementar |
|---|---|---|
| Reihenhaus, mittlere Lage | ca. 250 €/Jahr | ca. 350 €/Jahr |
| Einfamilienhaus, normal | ca. 350 €/Jahr | ca. 500 €/Jahr |
| Großes Haus, gehoben | ca. 550 €/Jahr | ca. 800 €/Jahr |
Die Standard-Wohngebäudeversicherung deckt Sturm und Hagel ab, nicht aber Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch oder Schneedruck. Diese Elementargefahren müssen separat eingeschlossen werden. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse empfehlen Verbraucherschützer und die Versicherungsaufsicht diesen Baustein ausdrücklich – auch abseits von Flüssen, denn Starkregen kann jeden treffen. Politisch wird über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden diskutiert. Der Rechner berücksichtigt den Elementarschutz mit einem Aufschlag, weil er den Beitrag spürbar erhöht, im Schadensfall aber existenzielle Verluste abwendet.
Die größte Gefahr bei der Gebäudeversicherung ist die Unterversicherung: Ist die Versicherungssumme zu niedrig, kürzt der Versicherer im Schadensfall die Leistung anteilig. Der Wert-1914-Mechanismus mit dem gleitenden Neuwertfaktor verhindert das, solange der ursprüngliche Wert 1914 korrekt ermittelt wurde – etwa über einen Wohnflächentarif oder ein Wertgutachten. Viele Versicherer gewähren einen Unterversicherungsverzicht, wenn der Wert 1914 nach ihren Vorgaben bestimmt wurde. Prüfen Sie Ihre Police: Nach Anbauten, einem Dachausbau oder einer hochwertigen Sanierung sollte der Wert 1914 angepasst werden, damit der Schutz vollständig bleibt.
Rund um die Immobilie gibt es mehrere Versicherungen, die oft verwechselt werden. Die Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude und fest verbundenen Bestandteilen. Die Hausratversicherung dagegen schützt das bewegliche Inventar – Möbel, Elektronik, Kleidung – gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruchdiebstahl. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht wiederum springt ein, wenn Dritte durch Ihr Gebäude zu Schaden kommen, etwa durch herabfallende Dachziegel oder nicht geräumte Gehwege; für Selbstnutzer eines Einfamilienhauses ist dieses Risiko meist in der Privathaftpflicht enthalten, für Vermieter ist eine eigene Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht sinnvoll. Erst das Zusammenspiel dieser Policen ergibt einen vollständigen Schutz. Der Rechner auf dieser Seite betrifft ausschließlich die Wohngebäudeversicherung.
Die häufigsten Schäden in der Wohngebäudeversicherung sind Leitungswasserschäden – sie machen einen Großteil der Schadensummen aus. Im Schadensfall gilt: Schaden sofort melden, die Schadensminderungspflicht beachten (z. B. Wasser abstellen, Trocknung einleiten), Schäden dokumentieren und Belege aufbewahren. Achten Sie beim Vertragsabschluss auf wichtige Leistungsbausteine: grobe Fahrlässigkeit mitversichert (sonst kürzt der Versicherer bei Unachtsamkeit), Ableitungsrohre auf dem Grundstück, Überspannungsschäden durch Blitz und einen Unterversicherungsverzicht. Ein günstiger Beitrag nützt wenig, wenn zentrale Risiken ausgeschlossen sind. Der mit diesem Rechner ermittelte Versicherungswert bildet die Grundlage; die konkrete Leistung hängt aber maßgeblich von den vereinbarten Bedingungen ab.
Es gibt mehrere legitime Wege, den Beitrag der Wohngebäudeversicherung zu senken, ohne den Schutz zu gefährden:
Verzichten Sie dagegen nicht leichtfertig auf den Elementarbaustein oder die Mitversicherung grober Fahrlässigkeit – hier zu sparen kann im Schadensfall existenzbedrohend werden.
Der Wert 1914 ist ein fiktiver Baukostenwert in Goldmark des Jahres 1914. Er dient als stabiler Referenzwert, der individuelle Baupreis-Schwankungen herausrechnet. Multipliziert mit dem gleitenden Neuwertfaktor ergibt er den aktuellen Versicherungswert, sodass der Schutz immer auf Neuwertniveau bleibt.
Der gleitende Neuwertfaktor liegt 2026 bei rund 23 bis 24. Er wird jährlich anhand des Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes und des Tariflohnindex angepasst. Dadurch steigt die Versicherungssumme automatisch mit den Baukosten und schützt vor Unterversicherung.
Typische Jahresbeiträge liegen zwischen 200 und 800 €, je nach Versicherungswert, Bauart, Lage, Selbstbeteiligung und Elementarschutz. Häuser in Hochwasser- oder Starkregengebieten zahlen für den Elementarbaustein deutlich mehr. Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag.
Nein, nicht automatisch. Die Standardversicherung deckt Sturm und Hagel, aber nicht Überschwemmung, Starkregen, Rückstau oder Erdrutsch. Diese Elementargefahren müssen als Zusatzbaustein eingeschlossen werden. Wegen häufigerer Extremwetterereignisse empfehlen Verbraucherschützer diesen Schutz ausdrücklich.
Versichert sind Schäden am Gebäude durch Feuer (Brand, Blitz, Explosion), Leitungswasser (Rohrbruch, Frost) sowie Sturm und Hagel. Mitversichert sind fest verbundene Bestandteile wie Heizung, Sanitär und Einbauküche, oft auch Garagen und Nebengebäude. Der Hausrat ist separat über die Hausratversicherung zu versichern.
Unterversicherung droht, wenn die Versicherungssumme zu niedrig ist – dann kürzt der Versicherer im Schaden anteilig. Der Wert-1914-Mechanismus mit gleitendem Neuwertfaktor verhindert das, sofern der Wert 1914 korrekt ermittelt wurde. Nach Anbau, Dachausbau oder Sanierung sollte er angepasst werden; viele Tarife bieten einen Unterversicherungsverzicht.
In der Praxis ja. Banken verlangen bei einer Baufinanzierung in der Regel eine Wohngebäude- bzw. mindestens eine Feuerversicherung als Sicherheit, weil das Gebäude den Kredit besichert. Der Versicherungsschein wird dann häufig an die Bank abgetreten.
Eine Selbstbeteiligung senkt den Jahresbeitrag spürbar, weil Sie Kleinschäden selbst tragen. Sinnvoll ist sie, wenn Sie über finanzielle Rücklagen verfügen und nur große Schäden absichern möchten. Bei knappem Budget kann ein Tarif ohne Selbstbeteiligung dagegen mehr Planungssicherheit bieten.