De-CH Rechner mit Schweizer Franken, offiziellen Quellen und Betreiberangabe Mustafa Bilgic.
Alle Rechner auf rechnerkalkulator.de/de-ch/ bilden den Schweizer Rechtsstand für 2026 ab. Maßgeblich sind das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG), das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG), das Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer (MWSTG) sowie die kantonalen Steuergesetze (StG-XX). Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) für die 1. Säule und die OAK BV für die berufliche Vorsorge.
Für die 1. Säule (AHV/IV/EO) beträgt der Gesamtbeitragssatz 2026 unverändert 10,60 % des AHV-pflichtigen Lohnes (8,7 % AHV + 1,4 % IV + 0,5 % EO), je hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die Arbeitslosenversicherung (ALV) beträgt 2,2 % bis zum versicherten Höchstlohn von CHF 148.200 pro Jahr, ebenfalls hälftig. Auf darüberliegende Lohnteile entfällt der ALV-Solidaritätsbeitrag von 1 % (auch hälftig). Quellen: BSV, ahv-iv.ch.
Für die 2. Säule (BVG) liegt 2026 die Eintrittsschwelle bei CHF 22.680, der Koordinationsabzug bei CHF 26.460 und der versicherte Höchstlohn bei CHF 90.720. Der gesetzliche Mindestzinssatz BVG-Sparguthaben für 2026 beträgt 1,25 %. Für die Säule 3a sind 2026 maximal CHF 7.258 (mit Pensionskasse) bzw. CHF 36.288 (ohne Pensionskasse, max. 20 % des Erwerbseinkommens) abzugsfähig. Mehrwertsteuersätze 2026: 8,1 % Normalsatz, 2,6 % reduziert (Lebensmittel, Medikamente), 3,8 % für Beherbergung. Quelle: ESTV.
| Versicherung | Beitrag gesamt | Arbeitnehmer | Arbeitgeber | Bemessungsgrundlage |
|---|---|---|---|---|
| AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) | 8,70 % | 4,35 % | 4,35 % | Lohn unlimitiert |
| IV (Invalidenversicherung) | 1,40 % | 0,70 % | 0,70 % | Lohn unlimitiert |
| EO (Erwerbsersatz) | 0,50 % | 0,25 % | 0,25 % | Lohn unlimitiert |
| AHV/IV/EO Summe | 10,60 % | 5,30 % | 5,30 % | |
| ALV (Arbeitslosenversicherung) | 2,20 % | 1,10 % | 1,10 % | bis CHF 148.200 |
| ALV-Solidaritätsbeitrag | 1,00 % | 0,50 % | 0,50 % | über CHF 148.200 |
| BU (Berufsunfall) | variabel | 0 % | 100 % | bis CHF 148.200 |
| NBU (Nichtberufsunfall) | ~1,2–1,8 % | 100 % | 0 % | bis CHF 148.200 |
| Wert | 2026 |
|---|---|
| Eintrittsschwelle | CHF 22.680 |
| Koordinationsabzug | CHF 26.460 |
| Versicherter Höchstlohn BVG | CHF 90.720 |
| Maximaler koordinierter Lohn | CHF 64.260 |
| Mindestzinssatz BVG-Sparguthaben | 1,25 % |
| BVG-Mindestumwandlungssatz (Alter 65) | 6,8 % |
| Personenkreis | Maximalbetrag 2026 |
|---|---|
| Erwerbstätige mit Pensionskasse | CHF 7.258 |
| Erwerbstätige ohne Pensionskasse | 20 % des Erwerbseinkommens, max. CHF 36.288 |
| Satz | Anwendungsbereich |
|---|---|
| 8,1 % Normalsatz | Standardlieferungen und -dienstleistungen |
| 2,6 % reduziert | Lebensmittel, Medikamente, Bücher, Zeitungen |
| 3,8 % Sondersatz | Beherbergungsleistungen (Hotellerie) |
| 0 % befreit | Exporte, Gesundheits- und Bildungsdienstleistungen (Liste MWSTG) |
Fehler 1 — Bundessteuer und Kantonssteuer addieren ohne Steuerfuss: Die direkte Bundessteuer hat einen bundesweit einheitlichen Tarif (max. 11,5 %). Die Kantons- und Gemeindesteuer ergibt sich aus dem kantonalen Tarif (Staatssteuer) multipliziert mit dem Steuerfuss von Kanton und Gemeinde (z. B. Zürich-Stadt 119 %). Wer den Steuerfuss vergisst, unterschätzt die Steuerlast um 60–120 %.
Fehler 2 — Säule 3a doppelt einzahlen: Der Maximalbetrag (CHF 7.258 bzw. CHF 36.288) gilt pro Jahr und pro Person — auch wenn mehrere 3a-Konten bei verschiedenen Banken bestehen. Die Steuerverwaltung erkennt nur Einzahlungen bis zum Maximum an; darüber hinaus kommt es zur Rückerstattung mit Zinsverlust.
Fehler 3 — BVG-Koordinationsabzug für Teilzeit voll anwenden: Bei Teilzeit-Arbeit wenden viele Pensionskassen den Koordinationsabzug proportional an (z. B. bei 60 %-Pensum nur CHF 15.876 statt CHF 26.460). Wer den Koordinationsabzug voll abzieht, errechnet einen zu tiefen versicherten Lohn.
Fehler 4 — Krankenkasse-Prämien ohne Region und Modell vergleichen: Prämien sind nach Kanton, Region, Alter (Kind/Junge Erwachsene/Erwachsene), Franchise (CHF 300–2.500) und Modell (Standard, HMO, Hausarzt, Telmed) differenziert. Ein 1:1-Vergleich nur über den Versicherer ist nicht aussagekräftig.
Fehler 5 — Tragbarkeit mit aktuellem Hypozins berechnen: Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 % (FINMA-Selbstregulierung) — nicht mit dem aktuellen 1–2 % Marktzins. Wer die Tragbarkeit nur am aktuellen Zinssatz festmacht, scheitert an der Bankprüfung.
Steueroptimierung über die 3. Säule: Wer mit Pensionskasse die volle Säule 3a (CHF 7.258) einzahlt, spart je nach Kanton und Einkommen rund CHF 1.500–2.500 Steuern pro Jahr. Bei einem Erwerbseinkommen ab CHF 80.000 ist die volle Einzahlung praktisch immer wirtschaftlich. Selbstständige ohne Pensionskasse können bis zu 20 % des Einkommens (max. CHF 36.288) abziehen — größerer Hebel.
Einkauf in die Pensionskasse: Wer in der 2. Säule eine Beitragslücke hat, kann freiwillig einkaufen — abzugsfähig vom steuerbaren Einkommen, Wirkung wie eine Säule-3a-Einzahlung, aber meist mit höheren Beträgen. Sperrfrist: drei Jahre vor Kapitalbezug zur Pensionierung.
Wohnsitzwahl Kantone: Steuerbelastung variiert in der Schweiz stark. Bei einem Bruttoeinkommen von CHF 100.000 reichen die Steuerlast (Bund + Kanton + Gemeinde) für eine Einzelperson 2026 typischerweise von rund CHF 11.000 (Zug, Schwyz, Nidwalden) bis rund CHF 22.000 (Genf, Neuenburg, Basel-Land). Quelle: ESTV-Steuerstatistik.
Bezugsstrategie 2. und 3. Säule: Bei Pensionierung kann das Kapital aus der Säule 3a und der Pensionskasse über mehrere Steuerjahre gestaffelt bezogen werden — durch Aufteilung auf mehrere 3a-Konten und gestaffelten Bezug von Kapital aus der 2. Säule lassen sich Progressionssprünge vermeiden.
MWSTG-Wahl Steuerpflicht oder Saldosteuersatzmethode: Bis CHF 100.000 Umsatz besteht keine Pflicht zur MWST-Registrierung. Wer freiwillig optiert oder verpflichtet wird, kann zwischen effektiver Abrechnung und Saldosteuersatz wählen — bei vielen kleinen Vorsteuerabzügen ist Letzteres administrativ einfacher.
Insgesamt 10,60 % des AHV-pflichtigen Lohnes, je hälftig getragen: 5,30 % Arbeitnehmer, 5,30 % Arbeitgeber. Aufgeschlüsselt: AHV 8,70 %, IV 1,40 %, EO 0,50 %. Diese Sätze bleiben 2026 unverändert. Quelle: BSV.
2,20 % bis zum versicherten Höchstlohn von CHF 148.200 (je 1,10 % AN/AG). Auf darüberliegende Lohnteile entfällt der Solidaritätsbeitrag von 1 % (je 0,5 %).
Mit Pensionskasse: CHF 7.258 pro Jahr. Ohne Pensionskasse (Selbstständige): 20 % des Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36.288. Werte unverändert ggü. 2025. Quelle: BSV.
CHF 26.460. Eintrittsschwelle: CHF 22.680. Versicherter Höchstlohn: CHF 90.720. Maximaler koordinierter Lohn: CHF 64.260.
8,1 % Normalsatz, 2,6 % reduziert (Lebensmittel/Medikamente/Bücher), 3,8 % Sondersatz für Beherbergung. Unverändert seit 1. Januar 2024 nach Erhöhung im Rahmen der AHV21.
Ausländische Erwerbstätige ohne Niederlassungsbewilligung C (sowie deren Ehegatten ohne C), Grenzgänger und bestimmte Sonderfälle. Tarife je nach Kanton mit Tarifcodes (A für Alleinstehende, B für Verheiratete usw.). Erfassung über den Arbeitgeber.
FINMA-Selbstregulierung: kalkulatorischer Zinssatz 5 %, plus 1 % Amortisation auf den 2. Rang, plus 1 % Nebenkosten. Die Gesamtbelastung darf maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen.
Prämien variieren stark nach Kanton, Region (1–3), Altersgruppe (Kind 0–18, Junger Erwachsener 19–25, Erwachsener ab 26), Franchise (CHF 300–2.500) und Modell (Standard, HMO, Hausarzt, Telmed). 2026 Anstieg von durchschnittlich rund 4 % (BAG-Mitteilung 2025).
6,8 % im obligatorischen BVG-Teil (Pensionsalter 65). Im überobligatorischen Bereich kann er tiefer sein und wird von der jeweiligen Pensionskasse festgelegt.
AHV/IV/EO (Beitrag degressiv, max. 10,0 % auf das beitragspflichtige Einkommen). Keine ALV-Pflicht. Pensionskasse 2. Säule freiwillig, Säule 3a mit erhöhtem Maximalbetrag (CHF 36.288).
Formular 11 der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK), das der Arbeitgeber jährlich erstellt. Ausweist Bruttolohn, AHV/IV/EO/ALV-Abzüge, BVG-Beiträge, Sonderzulagen, Spesen und geldwerte Leistungen.
BSV — Beträge 2026 (PDF), ahv-iv.ch Merkblätter, ESTV für Bundessteuer und MWST, BAG für Krankenversicherung, OAK BV für die berufliche Vorsorge.