Der Risikolebensversicherung Rechner bestimmt, wie hoch Ihre Versicherungssumme sein sollte, damit Ihre Familie im Todesfall finanziell abgesichert ist – und schätzt den monatlichen Beitrag. Die Risikolebensversicherung (RLV) zahlt im Todesfall der versicherten Person eine vorher festgelegte Summe an die Hinterbliebenen und ist der wichtigste Schutz für Familien mit Krediten, Kindern oder einem Hauptverdiener. Dieser Risikolebensversicherung Rechner 2026 nutzt anerkannte Faustformeln aus Einkommen, Restschulden und Kinderzahl und ermittelt die empfohlene Todesfallsumme samt grober Beitragsschätzung.
Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallabsicherung: Stirbt die versicherte Person innerhalb der Vertragslaufzeit, erhalten die Bezugsberechtigten – meist Partner und Kinder – die vereinbarte Versicherungssumme steuerfrei ausgezahlt. Anders als die Kapitallebensversicherung enthält sie keinen Sparanteil; deshalb ist sie sehr günstig. Sie ist die wichtigste Absicherung, wenn Menschen finanziell von Ihnen abhängen: Familien mit Kindern, Paare mit einem laufenden Baukredit und Alleinverdiener-Haushalte sollten sie unbedingt prüfen. Die ausgezahlte Summe kann den Kredit tilgen, den Lebensunterhalt der Familie sichern und die Ausbildung der Kinder finanzieren.
Eine zu niedrige Summe lässt die Familie ungeschützt, eine zu hohe verteuert den Beitrag unnötig. Bewährt hat sich diese Berechnung, die auch der Rechner verwendet:
Beispiel: 45.000 € Einkommen × 4 = 180.000 €, plus 250.000 € Baukredit, plus 2 Kinder × 25.000 € = 480.000 € Versicherungssumme. Wer eine Immobilie finanziert, sollte die Summe mindestens auf die Höhe der Restschuld legen, idealerweise mit fallender Versicherungssumme passend zur Tilgung.
Die Risikolebensversicherung gehört zu den günstigsten Versicherungen überhaupt, weil sie keinen Sparanteil hat. Der Beitrag hängt vor allem von Alter, Gesundheit, Raucherstatus, Versicherungssumme und Laufzeit ab. Ein gesunder 30-jähriger Nichtraucher zahlt für 300.000 € Summe über 20 Jahre häufig nur 10–20 € im Monat. Raucher zahlen meist das 1,5- bis 2-Fache. Mit jedem Lebensjahr beim Abschluss steigt der Beitrag, weil das Sterberisiko zunimmt. Auch hier gilt: je früher der Abschluss, desto günstiger und desto leichter die Gesundheitsprüfung. Der Rechner liefert eine grobe Beitragsschätzung; der genaue Preis ergibt sich erst nach den Gesundheitsfragen.
| Summe | 30 J., Nichtraucher | 40 J., Nichtraucher |
|---|---|---|
| 200.000 € | ca. 12 €/Monat | ca. 22 €/Monat |
| 300.000 € | ca. 18 €/Monat | ca. 33 €/Monat |
| 500.000 € | ca. 30 €/Monat | ca. 55 €/Monat |
Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch hier einen Brutto- und einen Nettobeitrag (Zahlbeitrag). Der Bruttobeitrag ist der maximal mögliche Beitrag, der Nettobeitrag der tatsächlich gezahlte. Versicherer verrechnen Überschüsse mit dem Beitrag, sodass der Zahlbeitrag oft 20–40 % unter dem Bruttobeitrag liegt. Bei einem ungünstigen Überschussverlauf darf der Versicherer den Beitrag aber bis maximal zum Bruttobeitrag anheben. Achten Sie beim Vergleich daher nicht nur auf den heutigen Zahlbeitrag, sondern auch auf den Bruttobeitrag als Obergrenze.
Den größten Nutzen stiftet die Risikolebensversicherung dort, wo der Tod eines Menschen eine echte finanzielle Lücke reißt. Drei Konstellationen stehen im Vordergrund: Familien mit Kindern, in denen ein Elternteil das Haupteinkommen erzielt; Paare mit gemeinsamer Baufinanzierung, bei denen der überlebende Partner allein die Rate nicht stemmen könnte; und Alleinverdiener-Haushalte. Bei der Bemessung der Summe lohnt ein ehrlicher Blick auf die Folgen: Könnte der überlebende Partner den Kredit weiter bedienen? Reicht das verbleibende Einkommen plus eine etwaige Witwen- oder Witwerrente für den Lebensunterhalt der Kinder? Häufig zeigt diese Rechnung, dass die Standardabsicherung über die gesetzliche Hinterbliebenenrente bei Weitem nicht genügt. Die private Risikolebensversicherung schließt diese Lücke kostengünstig – sie ist deshalb für junge Familien oft wichtiger als jede Geldanlage.
Wer eine Immobilie finanziert, sollte die Restschuld absichern. Zwei Wege gibt es: eine Restschuldversicherung der finanzierenden Bank oder eine eigenständige Risikolebensversicherung mit fallender oder konstanter Summe. Die eigenständige Police ist meist die bessere Wahl: Sie ist häufig günstiger, bankenunabhängig, frei in der Bezugsrechtsgestaltung und bleibt auch nach einer Umschuldung bestehen. Eine annuitätisch fallende Versicherungssumme passt sich der sinkenden Restschuld an und ist besonders preiswert; eine konstante Summe bietet darüber hinaus einen Puffer für die Familie. Wichtig ist, die Laufzeit der Police mindestens auf die Dauer der Finanzierung zu legen. Banken akzeptieren die Abtretung einer Risikolebensversicherung in der Regel als Sicherheit, sodass sich beide Bausteine kombinieren lassen.
Die Gesundheitsprüfung entscheidet über Beitrag und Annahme. Beantworten Sie die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß – verschwiegene Vorerkrankungen können den Versicherer im Leistungsfall zur Leistungsverweigerung berechtigen, sodass die Familie im schlimmsten Fall leer ausgeht. Wer Vorerkrankungen hat, sollte eine anonyme Risikovoranfrage stellen lassen, um Ablehnungen zu vermeiden, die in Versicherungsdateien vermerkt würden. Weitere häufige Fehler: eine zu niedrige Versicherungssumme, eine zu kurze Laufzeit, der Verzicht auf eine Nachversicherungsgarantie und das Übersehen der steuerlich klugen Über-Kreuz-Gestaltung bei unverheirateten Paaren. Der Rechner liefert eine fundierte Ausgangsgröße – die finale Police sollten Sie nach Angeboten mehrerer Anbieter und idealerweise mit unabhängiger Beratung abschließen.
Als Faustregel sollte die Versicherungssumme das 3- bis 5-Fache des Bruttojahreseinkommens betragen, zuzüglich aller Restschulden wie dem Baukredit und etwa 25.000 € pro Kind für Betreuung und Ausbildung. Bei 45.000 € Einkommen, 250.000 € Baukredit und zwei Kindern ergeben sich so rund 480.000 € empfohlene Versicherungssumme.
Sie ist sehr günstig, weil kein Sparanteil enthalten ist. Ein gesunder 30-jähriger Nichtraucher zahlt für 300.000 € Summe über 20 Jahre oft nur 10–20 € im Monat. Beitragstreiber sind Alter, Gesundheit, Raucherstatus, Höhe der Summe und Laufzeit; Raucher zahlen meist das 1,5- bis 2-Fache.
Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallabsicherung ohne Sparanteil und daher sehr preiswert. Die Kapitallebensversicherung kombiniert Todesfallschutz mit Geldanlage und ist deutlich teurer. Zur reinen Familien- und Kreditabsicherung ist die Risikolebensversicherung die passende und günstigere Wahl.
Die Todesfallleistung selbst unterliegt nicht der Einkommensteuer. Erbschaftsteuer kann jedoch anfallen, wenn die versicherte Person zugleich Versicherungsnehmer war. Versichern sich Partner über Kreuz – jeder als Versicherungsnehmer für den anderen – bleibt die Auszahlung in der Regel erbschaftsteuerfrei.
Ja. Raucher haben ein höheres Sterberisiko und zahlen für dieselbe Summe meist das 1,5- bis 2-Fache des Nichtraucher-Beitrags. Wer nach Vertragsabschluss dauerhaft mit dem Rauchen aufhört, kann beim Versicherer eine Neubewertung und damit eine Beitragssenkung beantragen.
Die Laufzeit sollte den Zeitraum abdecken, in dem andere finanziell von Ihnen abhängen – also bis der Baukredit getilgt ist und die Kinder wirtschaftlich selbstständig sind. Häufig sind das 20 bis 30 Jahre. Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt spätere Erhöhungen ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Zur reinen Absicherung eines Tilgungsdarlehens genügt oft eine fallende Versicherungssumme, die parallel zur Restschuld sinkt und dadurch günstiger ist. Soll auch der Lebensunterhalt der Familie langfristig gesichert werden, ist eine konstante Summe sinnvoll, weil der Bedarf nicht automatisch sinkt.
Ja. Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss sind, desto niedriger der Beitrag und desto einfacher die Gesundheitsprüfung. Mit zunehmendem Alter und ersten Vorerkrankungen steigen die Beiträge oder es drohen Risikozuschläge. Ein früher Abschluss sichert günstige Konditionen langfristig.