Der Bausparvertrag Rechner 2026 berechnet, wie viel Guthaben Sie in der Sparphase ansparen, welche Abschlussgebühr anfällt und wie hoch die staatliche Förderung über die Wohnungsbauprämie ausfällt. Ein Bausparvertrag kombiniert eine Sparphase mit dem späteren Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen. Dieser Rechner zeigt das angesparte Guthaben aus Sparrate, Laufzeit und Guthabenzins und stellt es der Abschlussgebühr und der Förderung gegenüber – so erkennen Sie die tatsächliche Rendite.
Ein Bausparvertrag läuft in zwei Phasen. In der Sparphase zahlen Sie regelmäßig in den Vertrag ein, bis Sie ein bestimmtes Mindestguthaben (meist 40–50 % der Bausparsumme) erreicht haben. Ist der Vertrag zuteilungsreif, haben Sie Anspruch auf das angesparte Guthaben plus ein zinsgünstiges Bauspardarlehen in Höhe der restlichen Bausparsumme. In der Darlehensphase tilgen Sie dieses Darlehen zu einem bereits beim Abschluss festgelegten, garantierten Zinssatz.
Der zentrale Nutzen des Bausparens ist die Zinssicherheit: Sie sichern sich heute den Darlehenszins für eine künftige Modernisierung oder Finanzierung – unabhängig davon, wie sich die Bauzinsen bis zur Zuteilung entwickeln. In Niedrigzinsphasen ist der Spareffekt gering, in Zeiten steigender Zinsen wird die Zinssicherung wertvoll.
Bei Abschluss fällt eine Abschlussgebühr an, üblicherweise 1 % der Bausparsumme. Bei 50.000 € Bausparsumme sind das 500 €. Diese Gebühr wird meist mit den ersten Sparraten verrechnet und mindert das angesparte Guthaben am Anfang. Hinzu kommen oft jährliche Kontoführungsgebühren. Die Abschlussgebühr ist der wichtigste Renditefaktor in der Sparphase: Sie muss durch Guthabenzins und Förderung erst wieder erwirtschaftet werden.
Der Rechner oben weist die Abschlussgebühr separat aus und zeigt das tatsächlich angesparte Guthaben nach Verzinsung. So erkennen Sie, ob sich das reine Sparen lohnt oder ob der Hauptnutzen im späteren Darlehen liegt.
Bausparen wird staatlich gefördert. Die wichtigsten Bausteine 2026:
Wer die Einkommensgrenzen einhält und vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers nutzt, kann die Rendite des Bausparens spürbar verbessern. Der Rechner berücksichtigt die Wohnungsbauprämie als Bonus auf Ihre Sparleistung.
Ob sich Bausparen lohnt, hängt stark von Ihrem Ziel ab. Wer konkret eine Immobilie modernisieren oder finanzieren will und sich gegen steigende Zinsen absichern möchte, profitiert vom garantierten Darlehenszins. Wer Bausparen dagegen nur als reine Geldanlage betrachtet, schneidet wegen niedriger Guthabenzinsen und der Abschlussgebühr oft schlechter ab als mit Tagesgeld, Festgeld oder einem ETF-Sparplan.
Für junge Sparer mit VL-Anspruch und niedrigem Einkommen kann sich Bausparen wegen der Förderung dennoch rechnen. Wichtig ist, die Tarife genau zu vergleichen: Höhe der Abschlussgebühr, Guthabenzins, Bonuszinsen bei Darlehensverzicht und der garantierte Darlehenszins. Der Rechner liefert die Eckdaten der Sparphase, die Sie für diesen Vergleich brauchen.
Die Guthabenzinsen eines Bausparvertrags sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Über den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (Verheiratete) bleiben Zinserträge bis zu dieser Höhe steuerfrei – ein Freistellungsauftrag bei der Bausparkasse stellt das sicher.
Die staatliche Wohnungsbauprämie ist an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden: Wer den Bausparvertrag nicht für Wohnzwecke verwendet (etwa für eine Immobilie oder Modernisierung), muss die Prämie unter Umständen zurückzahlen. Ausnahmen gelten für junge Sparer unter 25 Jahren, die bei ihrem ersten Vertrag die Prämie auch bei freier Verwendung behalten dürfen. Prüfen Sie die Bedingungen Ihres Tarifs vor Abschluss genau.
Um die Rendite eines Bausparvertrags richtig einzuordnen, hilft der Vergleich mit anderen Sparformen. Reines Tagesgeld und Festgeld bieten in Zinshochphasen häufig höhere Guthabenzinsen als ein Bausparvertrag, sind aber nicht mit einem garantierten Darlehenszins verbunden. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan hat langfristig die höchsten Renditechancen, schwankt aber im Wert und eignet sich nicht für fest verplante kurzfristige Bauvorhaben. Der Bausparvertrag punktet dort, wo es um Planungssicherheit für eine spätere wohnwirtschaftliche Verwendung geht.
Entscheidend für die Bewertung sind die Tarifdetails. Achten Sie auf: die Höhe der Abschlussgebühr (üblich 1 % der Bausparsumme), den Guthabenzins in der Sparphase, einen möglichen Bonuszins bei Verzicht auf das Darlehen, die jährlichen Kontoführungsgebühren und vor allem den garantierten Darlehenszins. Manche Tarife belohnen reine Sparer mit attraktiven Bonuszinsen, andere sind klar auf die spätere Finanzierung ausgelegt. Ein Tarif, der für reine Geldanlage gedacht ist, unterscheidet sich deutlich von einem Finanzierungstarif.
Besonders attraktiv wird Bausparen durch die Kombination der Förderungen. Wer als Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen erhält, die Wohnungsbauprämie ausschöpft und – falls riesterberechtigt – einen Wohn-Riester-Bausparvertrag nutzt, kann mehrere staatliche Zuschüsse stapeln. Für junge Familien mit niedrigem bis mittlerem Einkommen kann das die effektive Rendite deutlich über die reinen Guthabenzinsen heben. Der Rechner oben zeigt die Eckdaten der Sparphase einschließlich der möglichen Wohnungsbauprämie, damit Sie verschiedene Tarife und Sparstrategien vergleichen können.
Die Abschlussgebühr beträgt üblicherweise 1 % der Bausparsumme. Bei 50.000 € Bausparsumme sind das 500 €. Sie wird meist mit den ersten Sparraten verrechnet und mindert anfangs das angesparte Guthaben. Die Abschlussgebühr ist der wichtigste Kostenfaktor in der Sparphase.
Die Wohnungsbauprämie beträgt 10 % der jährlichen Sparleistung, maximal 70 € für Ledige und 140 € für Verheiratete. Voraussetzung sind eine Mindestsparleistung von 50 € im Jahr und ein zu versteuerndes Einkommen unter 35.000 € (Ledige) bzw. 70.000 € (Verheiratete).
Als reine Geldanlage lohnt sich Bausparen wegen der niedrigen Guthabenzinsen und der Abschlussgebühr oft weniger als Tagesgeld, Festgeld oder ein ETF-Sparplan. Der eigentliche Nutzen liegt in der Zinssicherung für ein späteres Bauspardarlehen. Für junge Sparer mit Förderung kann es sich dennoch rechnen.
Zuteilungsreif wird ein Bausparvertrag, wenn Sie ein bestimmtes Mindestguthaben (meist 40–50 % der Bausparsumme) angespart und eine Mindestbewertungszahl erreicht haben. Dann haben Sie Anspruch auf das Guthaben plus ein zinsgünstiges Bauspardarlehen über die restliche Bausparsumme zum garantierten Zinssatz.
Ja. Die Guthabenzinsen sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Soli und ggf. Kirchensteuer. Über den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (Verheiratete) bleiben Zinserträge bis zu dieser Höhe steuerfrei, wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilen.
Ja. Vermögenswirksame Leistungen (VL) des Arbeitgebers können in einen Bausparvertrag fließen. Darauf gibt es die Arbeitnehmersparzulage von 9 % auf bis zu 470 € jährlich (max. 43 €), sofern Ihr Einkommen unter 40.000 € (Ledige) bzw. 80.000 € (Verheiratete) liegt. Das verbessert die Rendite des Bausparens.
Die Wohnungsbauprämie ist an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden. Wer den Vertrag nicht für Wohnzwecke nutzt, muss die Prämie unter Umständen zurückzahlen. Eine Ausnahme gilt für junge Sparer unter 25 Jahren beim ersten Vertrag, die die Prämie auch bei freier Verwendung behalten dürfen.
Der Hauptvorteil ist die Zinssicherheit: Sie sichern sich beim Abschluss den Darlehenszins für die Zukunft, unabhängig von der späteren Marktentwicklung. In Zeiten steigender Bauzinsen kann das viel wert sein. Zudem gibt es staatliche Förderung. Nachteil sind die niedrigen Guthabenzinsen in der Sparphase und die Abschlussgebühr.