Kfz-Steuer Rechner 2026 – Jahressteuer nach Hubraum und CO₂ berechnen

Von Mustafa Bilgic · Aktualisiert 2026-06-02

Die Kfz-Steuer 2026 setzt sich aus einem Hubraum- und einem CO₂-Anteil zusammen. Je angefangene 100 cm³ Hubraum kostet ein Benziner 2,00 € und ein Diesel 9,50 €. Hinzu kommt ein CO₂-Aufschlag, der erst ab 95 g/km greift und je Gramm gestaffelt 2,00 € bis 4,00 € beträgt. Ein Benziner mit 1.395 cm³ und 120 g/km zahlt rund 79 € im Jahr. Reine Elektroautos sind bei Erstzulassung bis Ende 2025 für bis zu zehn Jahre steuerbefreit.

Kfz-Steuer Rechner 2026

Kfz-Steuer 2026 berechnen: Hubraum plus CO₂

Die Kfz-Steuer für Personenkraftwagen bemisst sich in Deutschland nach zwei Komponenten: dem Hubraum und dem CO₂-Ausstoß. Der hubraumbezogene Anteil beträgt je angefangene 100 cm³ bei Benzinern 2,00 € und bei Dieseln 9,50 €. Der CO₂-bezogene Anteil ist nach dem Ausstoß gestaffelt und greift erst oberhalb einer Freigrenze. Beide Teile zusammen ergeben die Jahressteuer.

Der Kfz-Steuer Rechner 2026 oben berechnet die Jahressteuer nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG). Sie geben Hubraum, CO₂-Wert und Antriebsart ein und erhalten die Steuer pro Jahr und pro Monat. Für reine Elektroautos wird die Steuerbefreiung berücksichtigt.

Hubraum-Anteil: 2,00 € Benziner, 9,50 € Diesel

Der hubraumbezogene Sockelbetrag belastet Diesel deutlich stärker als Benziner. Je angefangene 100 cm³ zahlt ein Benziner 2,00 €, ein Diesel 9,50 €. Bei einem 1.968 cm³ großen Dieselmotor sind das 20 × 9,50 € = 190 € allein für den Hubraum-Anteil, bevor der CO₂-Aufschlag hinzukommt. Der höhere Dieselsatz gleicht den geringeren Energiesteueranteil beim Dieselkraftstoff aus.

Wichtig: Angefangene 100 cm³ werden voll gerechnet. Ein Motor mit 1.401 cm³ wird wie 1.500 cm³ besteuert (15 × Satz). Deshalb können schon wenige Kubikzentimeter über einer 100er-Schwelle den Hubraum-Anteil um einen vollen Schritt erhöhen. Der Rechner rundet korrekt auf die nächste angefangene Hunderterstufe auf.

Tabelle: Kfz-Steuer 2026 Beispiele (Erstzulassung ab 2021)

FahrzeugHubraumCO₂Kfz-Steuer/Jahr (ca.)
Kleinwagen Benzin1.000 cm³110 gca. 50 €
Kompakt Benzin1.395 cm³120 gca. 79 €
Mittelklasse Diesel1.968 cm³135 gca. 280 €
SUV Benzin1.998 cm³160 gca. 140 €
Elektroauto0 g0 € (befristet befreit)

CO₂-Aufschlag 2026 – gestaffelt ab 95 g/km

Der CO₂-bezogene Anteil der Kfz-Steuer steigt mit dem Ausstoß progressiv. Für Fahrzeuge mit Erstzulassung ab 2021 bleibt der CO₂-Ausstoß bis zu einer Freigrenze von 95 g/km steuerfrei. Darüber wird in sechs Stufen gestaffelt: 2,00 € je Gramm über 95 bis 115 g, 2,20 € über 115 bis 135 g, 2,50 € über 135 bis 155 g, 2,90 € über 155 bis 175 g, 3,40 € über 175 bis 195 g und 4,00 € für jedes Gramm über 195 g/km.

Diese Staffelung belastet besonders Fahrzeuge mit hohem CO₂-Ausstoß überproportional und soll einen Anreiz für sparsame Motoren setzen. Ein Fahrzeug mit 120 g/km zahlt nur für die 25 Gramm über der Freigrenze: 20 g × 2,00 € + 5 g × 2,20 € = 51 € CO₂-Anteil. Der Rechner berechnet die Staffelung Gramm für Gramm korrekt.

Kfz-Steuer für Elektroautos 2026

Reine Elektrofahrzeuge sind von der Kfz-Steuer befreit. Bei einer Erstzulassung bis Ende 2025 gilt die Steuerbefreiung für bis zu zehn Jahre, längstens jedoch bis Ende 2030. Danach – oder bei späterer Erstzulassung – greift eine ermäßigte Besteuerung, die sich am zulässigen Gesamtgewicht orientiert, aber gegenüber Verbrennern stark vergünstigt ist.

Diese Befreiung ist ein erheblicher Kostenvorteil von E-Autos über die gesamte Haltedauer. Plug-in-Hybride sind dagegen nicht befreit; sie werden wie Verbrenner nach Hubraum und CO₂ besteuert, profitieren aber meist von niedrigen CO₂-Werten. Der Rechner setzt die Steuer für reine Elektroautos auf 0 €.

Was beeinflusst die Kfz-Steuer noch?

Neben Hubraum, CO₂ und Antriebsart spielt die Schadstoffklasse bei älteren Fahrzeugen eine Rolle. Für Fahrzeuge, die vor Juli 2009 zugelassen wurden, gilt eine reine Hubraum- und Schadstoffbesteuerung ohne CO₂-Komponente. Für Erstzulassungen zwischen 2009 und 2021 lag die CO₂-Freigrenze höher (zunächst 120 g, dann 110 g, dann 95 g) – der Rechner bildet die aktuelle Regelung für Erstzulassungen ab 2021 ab.

Auch Sonderfahrzeuge wie Wohnmobile, Oldtimer mit H-Kennzeichen oder schwerbehinderte Halter unterliegen abweichenden Regelungen oder Vergünstigungen. Oldtimer mit H-Kennzeichen zahlen eine pauschale Jahressteuer. Diese Sonderfälle sind im Standard-Pkw-Rechner nicht abgebildet.

Kfz-Steuer anmelden und bezahlen

Die Kfz-Steuer wird vom Hauptzollamt erhoben und bei der Zulassung des Fahrzeugs automatisch per SEPA-Lastschriftmandat eingezogen, das bei der Anmeldung verpflichtend zu erteilen ist. Die Steuer wird jährlich im Voraus fällig. Bei Halterwechsel, Abmeldung oder Ummeldung wird die Steuer taggenau abgerechnet.

Wer ein Fahrzeug kauft, sollte die Kfz-Steuer in die laufenden Kosten einplanen – neben Versicherung, Kraftstoff, Wartung und Wertverlust. Gerade bei großvolumigen Dieselfahrzeugen mit hohem CO₂-Ausstoß kann die Kfz-Steuer mehrere hundert Euro pro Jahr betragen. Der Rechner hilft, die Steuer vor dem Kauf realistisch abzuschätzen.

Diesel oder Benziner – was die Kfz-Steuer ausmacht

Beim Vergleich Diesel gegen Benziner ist die Kfz-Steuer ein wichtiger Faktor. Diesel haben zwar oft niedrigere CO₂-Werte, werden aber beim Hubraum-Anteil mit 9,50 € statt 2,00 € je 100 cm³ deutlich höher besteuert. Dieser Nachteil wird durch den günstigeren Dieselkraftstoff teilweise ausgeglichen, lohnt sich aber meist erst bei hoher jährlicher Fahrleistung.

Für Wenigfahrer ist der Benziner wegen der niedrigeren Kfz-Steuer und des günstigeren Anschaffungspreises oft die bessere Wahl, während Vielfahrer vom geringeren Verbrauch des Diesels profitieren. Der Rechner zeigt die Kfz-Steuer für beide Antriebsarten, sodass Sie den steuerlichen Unterschied direkt vergleichen können.

Kfz-Steuer bei älteren Fahrzeugen

Für Fahrzeuge mit Erstzulassung vor Juli 2009 gilt eine andere Berechnung: Hier wird die Kfz-Steuer rein nach Hubraum und Schadstoffklasse bemessen, ohne CO₂-Komponente. Ältere Fahrzeuge mit schlechter Schadstoffeinstufung können dadurch unverhältnismäßig hoch besteuert werden, während moderne, saubere Motoren von der CO₂-orientierten Besteuerung profitieren. Für Erstzulassungen zwischen 2009 und 2021 galten höhere CO₂-Freigrenzen.

Der hier gezeigte Rechner bildet die aktuelle Regelung für Erstzulassungen ab 2021 mit der Freigrenze von 95 g/km ab. Wer ein älteres Fahrzeug fährt, sollte beachten, dass die tatsächliche Steuer nach der für sein Zulassungsjahr geltenden Regelung berechnet wird.

Die CO₂-Freigrenze wurde über die Jahre schrittweise abgesenkt: von 120 g/km für Erstzulassungen ab 2009 über 110 g/km ab 2014 bis auf 95 g/km für Fahrzeuge ab 2021. Diese Verschärfung erhöht die Steuerlast für emissionsstarke Neuwagen kontinuierlich und schafft einen Anreiz für sparsamere Fahrzeuge. Die Grundlogik aus Hubraum-Anteil plus emissionsbezogenem Aufschlag bleibt jedoch über die Jahrgänge hinweg erkennbar.

Für Fahrzeuge, die nach dem Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure (WLTP) gemessen werden, gelten die im Fahrzeugschein eingetragenen WLTP-CO₂-Werte als Bemessungsgrundlage. Diese liegen meist höher als die früheren NEFZ-Werte, was die CO₂-Komponente der Kfz-Steuer für neuere Fahrzeuge tendenziell erhöht und beim Neuwagenkauf einkalkuliert werden sollte.

Wohnmobile, Anhänger und Motorräder

Nicht alle Fahrzeuge werden nach Hubraum und CO₂ besteuert. Wohnmobile etwa werden nach zulässigem Gesamtgewicht und Schadstoffklasse besteuert, was zu deutlich anderen Beträgen führt. Krafträder unterliegen einer reinen Hubraumbesteuerung, und für Anhänger gilt eine gewichtsabhängige Steuer. Auch leichte Nutzfahrzeuge folgen eigenen Bemessungsregeln.

Der Pkw-Rechner gilt für Personenkraftwagen mit Hubraum- und CO₂-Bemessung. Für andere Fahrzeugklassen wie Wohnmobile, Motorräder oder Anhänger gelten abweichende Sätze, die hier nicht abgebildet sind.

Bei Wohnmobilen sinkt der Steuersatz pro 200 kg Gewicht, sobald eine bessere Schadstoffklasse erreicht wird, sodass sich eine günstige Einstufung deutlich auszahlt. Motorräder mit einem Hubraum bis zu einer bestimmten Untergrenze sind teils ganz steuerfrei. Wer ein solches Fahrzeug besteuern lassen will, sollte die jeweils einschlägige Berechnungsmethode heranziehen. Für den klassischen Pkw liefert der Rechner die korrekte Jahressteuer.

Wohnmobilbesitzer profitieren besonders von einer guten Schadstoffklasse, da sich der gewichtsbezogene Steuersatz mit jeder besseren Einstufung deutlich verringert. Wer ein Wohnmobil kauft, sollte die eingetragene Schadstoffklasse prüfen, weil sie über mehrere hundert Euro Jahresdifferenz entscheiden kann.

Schadstoffklasse und Umweltzonen

Die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs beeinflusst nicht nur bei Altfahrzeugen die Kfz-Steuer, sondern auch die Einfahrt in Umweltzonen, die über die Umweltplakette geregelt wird. Moderne Fahrzeuge mit niedrigem CO₂-Ausstoß und guter Abgasnorm sind sowohl steuerlich als auch hinsichtlich der Umweltzonen begünstigt. Diesel mit älteren Abgasnormen können dagegen von Fahrverboten in bestimmten Städten betroffen sein.

Bei der Fahrzeugwahl lohnt es sich daher, neben der Kfz-Steuer auch die Abgasnorm und mögliche Fahrverbote zu berücksichtigen. Ein Fahrzeug mit niedrigem CO₂-Wert ist nicht nur steuergünstig, sondern auch zukunftssicher gegenüber verschärften Umweltauflagen.

Die meisten Umweltzonen in deutschen Städten setzen heute die grüne Umweltplakette (Schadstoffgruppe 4) voraus. Einzelne Städte haben darüber hinaus Diesel-Fahrverbote für ältere Abgasnormen erlassen. Wer ein Fahrzeug kauft, das in einer Umweltzone bewegt werden soll, sollte die jeweiligen Anforderungen prüfen. Der Rechner ermittelt die Kfz-Steuer; die Themen Umweltplakette und Umweltzonen sind davon unabhängig zu prüfen.

Bei der Wahl zwischen mehreren Modellen lohnt sich ein Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I, in der Hubraum, CO₂-Ausstoß und Schadstoffklasse eingetragen sind. Mit diesen Werten lässt sich die Kfz-Steuer im Rechner exakt bestimmen und in den Gesamtkostenvergleich verschiedener Fahrzeuge einbeziehen.

Kfz-Steuer in die Gesamtkosten einrechnen

Die Kfz-Steuer ist ein fester jährlicher Kostenblock, der bei der Fahrzeugwahl oft unterschätzt wird. Während ein sparsamer Benziner mit kleinem Hubraum nur 50 € bis 80 € im Jahr kostet, kann ein großvolumiger Diesel mit hohem CO₂-Ausstoß mehrere hundert Euro jährlich verursachen. Über eine typische Haltedauer von zehn Jahren summiert sich dieser Unterschied auf einen vierstelligen Betrag.

Für eine vollständige Kostenbetrachtung gehören neben der Kfz-Steuer auch Versicherung, Kraftstoff, Wartung, Reifen und Wertverlust. Die Kfz-Steuer ist dabei der am leichtesten kalkulierbare Posten, weil sie nach festen Regeln berechnet wird.

Besonders beim Vergleich von Diesel und Benziner zeigt sich, wie stark die Kfz-Steuer ins Gewicht fällt: Der höhere Hubraum-Anteil des Diesels relativiert dessen geringeren Kraftstoffverbrauch, sodass sich ein Diesel oft erst ab einer hohen jährlichen Fahrleistung rechnet. Wer alle Kostenblöcke gegenüberstellt, trifft eine fundierte Entscheidung. Der Rechner liefert den Steuerbetrag exakt, sodass Sie ihn in Ihre jährlichen Fahrzeugkosten einplanen und verschiedene Modelle steuerlich vergleichen können.

Mit der Kenntnis von Hubraum, CO₂-Wert und Antriebsart lässt sich die Kfz-Steuer für jedes Fahrzeug zuverlässig bestimmen. So wird ein oft unterschätzter, aber gut planbarer Kostenblock transparent und in die Gesamtkalkulation der jährlichen Fahrzeugkosten einbezogen.

Kfz-Steuer bei Saisonkennzeichen und Abmeldung

Wer ein Fahrzeug nur einen Teil des Jahres nutzt, etwa ein Cabrio oder Motorrad, kann ein Saisonkennzeichen beantragen. Die Kfz-Steuer wird dann nur für die Monate des zugelassenen Zeitraums anteilig erhoben. Ein Saisonkennzeichen für sechs Monate halbiert somit die Jahressteuer. Das spart Steuer und Versicherungsbeitrag für die Zeit, in der das Fahrzeug ohnehin stillgelegt ist.

Bei vorübergehender Abmeldung (Außerbetriebsetzung) endet die Steuerpflicht taggenau mit der Abmeldung und beginnt bei der Wiederzulassung erneut. Die bereits gezahlte Jahressteuer wird anteilig erstattet. Auch bei einem Halterwechsel wird die Steuer zwischen altem und neuem Halter taggenau abgegrenzt.

Der Rechner ermittelt die volle Jahressteuer für ein ganzjährig zugelassenes Fahrzeug. Bei einem Saisonkennzeichen teilen Sie den errechneten Jahresbetrag durch zwölf und multiplizieren ihn mit der Zahl der Zulassungsmonate, um die anteilige Steuer zu erhalten. So lässt sich die Steuerersparnis durch ein Saisonkennzeichen oder eine zeitweise Abmeldung leicht abschätzen.

Fazit: Kfz-Steuer 2026 zuverlässig berechnen

Die Kfz-Steuer 2026 ergibt sich aus dem Hubraum-Anteil (2,00 € Benziner, 9,50 € Diesel je 100 cm³) und dem gestaffelten CO₂-Aufschlag ab 95 g/km. Reine Elektroautos sind befristet befreit. Mit dem Kfz-Steuer Rechner 2026 berechnen Sie die Jahressteuer für Ihr Fahrzeug exakt nach dem KraftStG und sehen den Unterschied zwischen Benziner, Diesel und Elektroauto auf einen Blick.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie wird die Kfz-Steuer 2026 berechnet?

Die Kfz-Steuer setzt sich aus einem Hubraum-Anteil und einem CO₂-Anteil zusammen. Je angefangene 100 cm³ kostet ein Benziner 2,00 €, ein Diesel 9,50 €. Hinzu kommt ein CO₂-Aufschlag, der ab 95 g/km greift und je Gramm gestaffelt 2,00 € bis 4,00 € beträgt. Beide Teile ergeben die Jahressteuer.

Wie hoch ist der CO₂-Aufschlag bei der Kfz-Steuer?

Für Erstzulassungen ab 2021 ist der CO₂-Ausstoß bis 95 g/km frei. Darüber wird gestaffelt: 2,00 € je Gramm über 95 bis 115 g, 2,20 € bis 135 g, 2,50 € bis 155 g, 2,90 € bis 175 g, 3,40 € bis 195 g und 4,00 € für jedes Gramm über 195 g/km. Höherer Ausstoß wird überproportional belastet.

Warum zahlen Diesel mehr Kfz-Steuer als Benziner?

Weil der Hubraum-Anteil bei Dieseln mit 9,50 € je 100 cm³ deutlich höher liegt als bei Benzinern mit 2,00 €. Dieser höhere Satz gleicht den geringeren Energiesteueranteil beim Dieselkraftstoff aus. Bei einem 2,0-Liter-Diesel sind das allein 190 € Hubraum-Anteil vor dem CO₂-Aufschlag.

Sind Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit?

Ja. Reine Elektrofahrzeuge mit Erstzulassung bis Ende 2025 sind für bis zu zehn Jahre, längstens bis Ende 2030, von der Kfz-Steuer befreit. Danach greift eine stark ermäßigte Besteuerung nach dem Gewicht. Plug-in-Hybride sind nicht befreit, profitieren aber oft von niedrigen CO₂-Werten.

Wie wirkt sich der Hubraum genau aus?

Je angefangene 100 cm³ werden voll gerechnet. Ein Motor mit 1.401 cm³ wird wie 1.500 cm³ besteuert. Schon wenige Kubikzentimeter über einer 100er-Schwelle erhöhen den Hubraum-Anteil um einen vollen Schritt. Der Rechner rundet korrekt auf die nächste angefangene Hunderterstufe auf.

Wer erhebt die Kfz-Steuer und wann ist sie fällig?

Die Kfz-Steuer wird vom Hauptzollamt erhoben und bei der Zulassung per SEPA-Lastschriftmandat eingezogen, das bei der Anmeldung verpflichtend zu erteilen ist. Sie wird jährlich im Voraus fällig. Bei Halterwechsel, Abmeldung oder Ummeldung wird die Steuer taggenau abgerechnet.

Gibt es Vergünstigungen bei der Kfz-Steuer?

Ja. Oldtimer mit H-Kennzeichen zahlen eine pauschale Jahressteuer, schwerbehinderte Halter können je nach Grad der Behinderung eine Ermäßigung oder Befreiung erhalten. Auch bestimmte Sonderfahrzeuge unterliegen abweichenden Regelungen. Diese Sonderfälle sind im Standard-Pkw-Rechner nicht abgebildet.

Lohnt sich ein Diesel trotz höherer Kfz-Steuer?

Das hängt von der Fahrleistung ab. Der höhere Hubraum-Anteil des Diesels wird durch den günstigeren Kraftstoff teilweise ausgeglichen, lohnt sich aber meist erst bei hoher jährlicher Fahrleistung. Für Wenigfahrer ist der Benziner wegen niedrigerer Steuer und Anschaffungskosten oft günstiger.